Erzabtei St. Peter
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Historiker am Abtthron

06.12.12  

Am 10. Dezember 1922 verstarb Abt Willibald Hauthaler als Abt von St. Peter, Träger vieler Auszeichnungen und einer der bedeutendsten Landeshistoriker.

Am 5. Jänner 1843 wurde er in Nußdorf am Haunsberg als Sohn der Bauersleute Maximilian und Elisabeth Hauthaler geboren und auf den Namen Kaspar getauft.

Noch vor der Matura am Borromäum Salzburg trat Hauthaler in das Benediktinerkloster St. Peter ein. 1868 wurde er zum Priester geweiht und zeitweise mit der Seelsorge in den Exposituren des Klosters betraut.

In Innsbruck studierte er bei den Historikern Julius Ficker und Karl Friedrich Stumpf-Brentano. 1874 wurde er Professor am Borromäum, dem er auch ca. 14 Jahre lang als Direktor vorstand.
In dieser Zeit entstanden die meisten seiner historischen Arbeiten und Editionen: zu Güterverzeichnissen und chronikalen Quellen, über die Kunstschätze von St. Peter und vor allem zu Salzburger Urkunden.

1901 wurde Hauthaler zum Abt seines Heimatklosters gewählt, das er bis zu seinem Tod leitete. Als Abt führte er einige wichtige Bauvorhaben durch (u.a. Peterskeller, Edith-Stein-Haus).

Sein sechsbändiges Tagebuch ist eine wichtige Quelle für die Hausgeschichte von St. Peter. Der Landeshistoriker Franz Martin schätzte die „große Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit“ Hauthalers. Seine Grundlagenarbeiten sind bis heute von großem Wert.

Dr. Gerald Hirtner

  

Weiterführende Literatur:

Franz Martin, Abt Willibald Hauthaler, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 63 (1923), S. 1-8.

Friederike Zaisberger, Willibald Hauthaler als Historiker, in: Festschrift St. Peter zu Salzburg. 582 - 1982, S. 335-360.

 Abt Hauthaler
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