Hochfest des Heimgangs unseres Hl. Ordensvaters Benedikt

21.03.20

Gemeinschaft und Gesetz. Der Hl. Benedikt brachte beides zusammen. Derzeit wirkt es eher so, als sei es ein Gegensatz.

Blick beim Gottesdienst vom Benedikts-Altar nach vorne © ErzabteiBei der Predigt © Erzabtei

Es war schon etwas komisch. Ein Hochfest, alles festlich vorbereitet, aber die Kirchenbänke leer. Um so mehr haben wir, alle denen es aufgrund der derzeitigen Lage nicht möglich ist zu kommen, besonders mit ins Gebet hineingenommen. So haben wir u.a. in den Fürbitten ihre Gebetsanliegen, die Sie uns geschickt haben, vor Gott hingetragen.

Erzabt Korbinian sprach in seiner Ansprache davon, dass es momentan eher gilt Abstand zu nehmen aufgrund des Gesetzes. Gemeinschaft und Miteinander ist dadurch schwieriger geworden. Man kommt nicht mehr so mit anderen zusammen, man hält Abstand. Dadurch fühlen sich manche verlassen. Anderen fällt die Decke auf dem Kopf. Der Hl. Benedikt hat mit seiner Regel beschrieben, wie Miteinander und Gemeinschaft funktionieren können. Es braucht für eine Gemeinschaft einen Leiter bzw. Oberen und es braucht für eine Gemeinschaft Regeln. Diese gilt es immer für die aktuelle Zeit und für die aktuelle Situation auszulegen, nicht sie zu ändern. Somit sollte sie immer wieder von neuem mit Leben erfüllt werden. Das ist nicht immer einfach, da bei mehreren Menschen viele unterschiedliche Auffassungen, Erfahrungen und Meinungen vorhanden sind. Hierbei ist vor allem immer das Maß entscheidend. Der Hl. Benedikt kann uns hierbei ein Vorbild sein, denn er hat es geschafft eine Brücke zu bauen zwischen dem bloßen Gesetz und dem menschlichen Miteinander.

Bei der Eucharistiefeier © Erzabtei